Das Schicksal der Problemhunde

 

Kein Verständnis für Problemhunde

Es macht mich traurig zu sehen wie viele Problemhunde sich in den Tierheimen befinden, nur weil weder die Tierärzte, die Veterinärämter, die lieben Abgabestellen der Tierschutzhunde oder der Strassenhunde noch die Hundeschulen oder Hundetrainer die Gründe kennen und verstehen.

Diese Hunde werden ins Tierheim gegeben weil sie Problemhunde sind und im Sinne der Menschheit nicht „normal“ funktionieren. Klar, sie machen Probleme und sind nicht die einfachsten Mitbewohner, jedoch wäre es wichtig, sich zu hinterfragen warum das so sein könnte.

Ich weiss, dass es im Internet oder in der Hundefachwelt nicht viele logische Erklärungen zum Thema Problemhund gibt. Oft wird die Schuld beim Hundebesitzer gesucht, der sich dann immer noch verlorener vor kommt, tut er doch so viel für eine gute Hundeerziehung. Denn glaubt mir, niemand von diesen Hundehaltern findet es toll mehrmals täglich mit einem Problemhund spazieren zu gehen. Da liegen die Nerven oft schon vor dem Spaziergang blank, was sich dann natürlich noch mehr auf das Hundeverhalten überträgt. Es ist ein Teufelskreis, der dann oft mit dem Weggeben oder Einschläfern des Hundes beendet wird – hofft man!

Doch das Schicksal ist gnadenlos, denn solche Hunde bekommt man nicht grundlos. Gibt man einen solchen Hund weg und möchte sich einen neuen Hund holen, kommt es meistens noch schlimmer.

Ich war selber auch schon in dieser Situation. Weder in der Hundeschule noch der erste Hundetrainer konnte mir erklären warum meine Hunde auf dem Spaziergang andere Hunde angreifen. Auch hörten sie nicht auf mich wenn ein anderer Hund kam und Zuhause liefen sie mir ständig hinterher. Es hiess nur, dass ich das Nachlaufen unterbinden muss, was ich auch tat. Nur begannen sie mich dann auf Distanz zu beobachteten.

 

Verständnis für Problemhunde

Da ich Dogsitterin mit Rudelhaltung war, sah ich mich gezwungen nach Lösungen und Gründen zu suchen. Dank Maja Nowak und einem Hundeflüsterer hörte ich zum ersten Mal das Wort Leithund. Aha, logisch, in jeder Tiergattung gibt es Leittiere, warum nicht beim Hund? Ich besuchte dann ein Seminar um die Hundesprache und das Hundeverhalten zu lernen. Dank meinen Hunden und den Dogsitter-Hunden, konnte ich dann das Gelernte in der Praxis beobachten und verstehen lernen.

Leider kennen einfach noch zu wenig die Bezeichnung Leithund und dass ein Problemhund ganz einfach ein Leithund sein könnte. Es wird auch nicht viel darüber gesprochen oder geschrieben. Man geht davon aus, dass der Hund schon so lange domestiziert ist und sich voll und ganz dem Menschen angepasst hat. Dazu kommt, dass wir die Hunde heute nur noch selten im Rudel halten, so können wir diese Rangordnung auch nicht mehr miterleben. Erst wenn wir dann draussen auf Artgenossen treffen, sind wir überrascht über das Verhalten unserer Hunde. Auch Züchter haben leider oft keine Ahnung was für Hunde sie an wen abgeben und so sind Probleme vorprogrammiert.

Heute habe ich verschiedene Tierarten und alle leben sie im Rudel, in einer Gruppe oder einer Herde zusammen. Angefangen bei den Hühnern, über die Alpakas bis hin zu den Pferden, gibt es in jeder Gruppe einen Chef, einer der für Ruhe und Sicherheit verantwortlich ist. Nur beim Hund soll das nicht so sein?

Nein, ich weiss, dass es Leithunde gibt. Ich lebe selber 24 Stunden pro Tag in einem Rudel von Leithunden und erlebe permanent, dass es hier Chefs gibt die für Ruhe und Sicherheit sorgen. In der Natur wären sie für den Fortbestand eines Rudels verantwortlich.

Wenn du dich also fragst was mit deinem Problemhund nicht stimmt, die Antwort ist so einfach und logisch. Dies sind in der Regel Leithunde, also Rudelführer-Hunde und eigentlich die besten Therapeuten für den Menschen. Es ist wichtig zu verstehen, dass nicht du das Problem bist, sondern dein Hund einfach andere Bedürfnisse hat wie ein normaler Gefolgshund.

Auf meiner Homepage gehe ich detailliert auf die verschiedenen Hundetypen ein.

Übrigens, die Hunde in den Tierheimen sind zu 80% Leithunde die von niemandem richtig verstanden werden. Diese Hunde sind ein Geschenk, wenn man versteht warum man sie bekommen hat, das ist nämlich kein Zufall. Und wenn man dann noch ihre Sprache versteht und spricht, sind es die besten Therapeuten und Freunde, die man ein Leben lang nie mehr vergessen wird. Wenn du also einen Problemhund hast, ist es dringend notwendig die Hundesprache und das Hundeverhalten verstehen zu lernen.

 

Umgang mit einem Problemhund, resp. Leithund

Ich biete einerseits eine Hundeverhaltens-Analyse an, in der ich aufzeige was für einen Hundetyp du hast und wie Hunde kommunizieren. Du bekommst also einen ersten Einblick in die Hundesprache und Tipps wie du Leithunde ausgeglichen halten kannst.

Dann habe ich ein Online-Programm mit diversen Videos entwickelt um die Hundesprache verstehen zu lernen. Innerhalb eines Monats lernst du wie Hunde kommunizieren, was ihre Bedürfnisse sind, welche Erwartungen sie an den Hundebesitzer haben und wie du ihn ausgleichen kannst.

Im persönlichen Hundehalter-Coaching lernst du ebenfalls den Hundetyp deines Hundes kennen. Du erfährst warum du einen Leithund bekommen hast und was es braucht um diesen ausgeglichen halten zu können. Zudem lernst du die Hundesprache und diverse Methoden, wie du dir ein Leben voller Fülle und Leichtigkeit erschaffen kannst. Da dein Hund dein Spiegel ist, ist er dein bester Lehrmeister. Sobald du DEIN LEBEN lebst, verspreche ich dir eine harmonische Mensch-Hund Beziehung.